Abstract:

Durch eine Beschreibung der Organsysteme von Blut und Nerv wird anhand physiologischer und anatomischer Gegebenheiten eine Annäherung an die Begriffsbildungen der Allgemeinen Menschenkunde von Rudolf Steiner gesucht. Es wird der Frage nachgegangen, wie der dort geäußerte Gedanke, dass der Knochen ein zu seinem Ende gekommener Nervenprozess ist, sich in physiologischen Gegebenheiten spiegelt und wiederfindet. Ebenso wird dem Gedanken nachgegangen, wie die von Steiner angenommene Tendenz des Blutes sich zu verstäuben in der Physiologie sich wiederfinden lässt. Als organische Grundlage dienen diese Organbereiche dem seelischen Vermögen von Vorstellung und Wille und können so vom Organischen her erläutern, wie deren polare Dynamik verständlich werden kann.